Suppe für den guten Zweck

Einmal mehr luden die Katholische Frauenbewegung, die Katholischen Kirche Steiermark und die steirische Landesregierung am 4. März zur Benefizsuppe in der Fastenzeit; diesmal in den barocken Speisesaal des Grazer Priesterseminars. Fast 200 Gäste ließen sich die zwei Suppen der Schülerinnen der Fachschule St. Martin und die Spendenmöglichkeit für ein Frauenprojekt in Indien nicht entgehen.
Guter Umgang miteinander
Als Vertreter der Katholischen Kirche Steiermark betonte Weihbischof Johannes Freitag, dass wir in einer global vernetzten Welt alle füreinander verantwortlich seien. Als Vorbild für diese Verantwortung nannte er Jesus, der jenen das Himmelreich versprach, denen andere nicht egal sind. „Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“, zitiert Bischof Johannes aus Jesu Gerichtsrede im Matthäus-Evangelium die Art, wie Menschen miteinander umgehen sollen.
Bekenntnis, füreinander einzustehen
Von der Landespolitik waren Soziallandesrat Hannes Amesbauer sowie Landwirtschaftslandesrätin Simone Schmiedtbauer zugegen. Hannes Amesbauer freute sich, „wie viel Kraft in gemeinschaftlichem Engagement steckt. Sehen wir dieses Benefizsuppenessen als Moment der Dankbarkeit und als klares Bekenntnis, dass wir in unserem Land füreinander einstehen und im Rahmen unserer Möglichkeiten dort unterstützen, wo unsere Hilfe gebraucht wird“. Für Simone Schmiedtbauer stehe jede Spende symbolisch für Zusammenhalt und Verantwortung: „Mit dem Benefizsuppenessen verbinden wir Dankbarkeit und gelebte Nächstenliebe mit Unterstützung für Frauen und Familien in benachteiligten Regionen der Welt. Gerade Frauen zu stärken heißt, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.“
Ungerechtigkeit ausgleichen
Elisabeth Kapper-Weidinger, Vizepräsidentin der Katholischen Aktion Steiermark, verwies auf den riesigen Unterschied zwischen Europa und anderswo: „Uns in Österreich geht es gut, die Situation von Frauen im globalen Süden sieht ganz anders. Die Klimakrise ist auf vielfältige Weise ungerecht: Geografisch, zwischen den Geschlechtern und Generationen. Immer trifft es diejenigen, die sich am wenigsten schützen können. Ein herzliches Danke den vielen Frauen in den Pfarren, die sich für mehr Gerechtigkeit engagieren.“
Teilen spendet Zukunft
Dem schloss sich Lydia Lieskonig, ehrenamtliche Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Steiermark, an – auf das Jahrzehnte währende Motto dieser Aktivität verweisend: Teilen spendet Zukunft. Sie erklärte, was heuer mit den Spenden der Aktion Familienfasttag passiert. Man unterstützt 2026 die Socio Economic Education Development Society SEEDS in Indien, ein Projektpartner der Frauenbewegung seit 2006. SEEDS unterstützt Frauen im Norden Indiens, damit sie sich aktiv an gesellschaftlichen Prozessen beteiligen, ihre Rechte und Möglichkeiten erkennen und diese auch nutzen. Vor allem geht es um das Vorbeugen von häuslicher Gewalt.
Besonders viel Anklang fanden die beiden köstlichen Suppen der Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft St. Martin in Graz. Zur Auswahl standen eine Gemüsebouillon sowie eine Birnen-Sellerie-Cremesuppe, jeweils mit Brandteigperlen oder Kräuter-Parmesan-Schöberln sowie “Pikante Pralinen” (Jourgebäck).
Für die schwungvolle musikalische Umrahmung sorgten die "Irti Musikanten", eines der Volksmusik-Ensembles am Musikgymnasium Dreihackengasse.