Mit Shubhra Dwivedy, Leiterin von SEEDS in Jharkhand, begaben wir uns auf eine kulinarische Reise durch Nordindien. Beim Kochen typischer regionaler Rezepte aus Jharkhand hatten wir nicht nur sehr viel Spaß, sondern konnten auch viel über die indische Küche lernen – sogar für Indien-Kenner war so manches Neues dabei!
Dal Pithi (Weizenteig-Blumenknödel in Linsensuppe), Aloo Chokha (Gestampfte Erdäpfel mit Senfkörnern), Phool Gobi Kabab (Karfiol-Laibchen), Dhania Chutney (Koriander-Chutney) und Til Ladoo (Süße Sesamkugeln) standen auf dem Speiseplan.
Schon die Vorstellung der Zutaten war eine spannende Reise in eine weitgehend unbekannte Welt. In fröhlicher Stimmung wurde unter Shubhras fachkundiger Anleitung konzentriert gearbeitet – das Ergebnis konnte sich sehen lassen und schmeckte hervorragend, wenn natürlich auch ungewohnt. Beim gemeinsamen Essen konnten wir von Shubhra dann noch mehr über die Kultur und die Gewohnheiten in Indien erfahren.
Shubhra Dwivedy leitet das Socio Economic Education Development Society (SEEDS) in Jharkhand, das seit 2006 von der Aktion Familienfasttag unterstützt wird. Schwerpunkte sind die politische und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen, Ernährungssicherheit, Gesundheitsaufklärung, Bekämpfung von häuslicher Gewalt und Menschenrechtsverletzungen. Weitere Infos zu SEEDS finden Sie hier.
Weltgebetstag heißt Frauensolidarität, Kennenlernen anderer Kulturen und Lebenswirklichkeiten, mitreißende Musik, kulinarische Highlights, inspirierende Gottesdienste, Ökumene weltweit und vor Ort und nicht zu vergessen: Einblicke in die politische Situation eines anderen Landes - beim WGT 2026 geht es um Nigeria.
Beim heurigen Vorbereitungstreffen der 42 Multiplikatorinnen aus Österreich, Südtirol, Rumänien und Slowenien im Bildungshaus in Tainach vom 14.-16. November 2025 wurden wir Frauen auf das Schwerpunktland NIGERIA und die biblische Arbeit vorbereitet. Michaela Legenstein BA BED, Veronika Zimmermann, Mag.Eva Tomaschek und Barbara Laller vom Arbeitskreis WGT der kfb Steiermark folgten der Einladung.
Pfarrer Mag. Dr. Emeka Emeakaroha, geboren in Umunohu im Osten Nigerias (Pfarrer in Obergrafendorf, NÖ) stellte uns mit Humor und beeindruckend sein Land vor.
Die Kurzfassung des bekannten Bibelwortes Jesu «Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken» (Mt 11,28) wurde uns von Univ.-Prof.i.R. Dr. Ulrike Bechmann aus Bamberg nähergebracht. Projektreferentin des WGTÖ, Mag.a Verena Bauer, berichtete über die Projekte, die der WGT aktuell unterstützt.
In 3 Gruppen wurden Gestaltungsvorschläge für die Liturgie im kommenden Jahr vorbereitet, die beim abschließenden Sonntagsgottesdienst gemeinsam gefeiert wurde.
Küche, Keller oder Kirche? List, Lust oder Liebe? Porschefahrer, Prinzessin oder gar Pudel? Bei einem Improtheater entscheidet das Publikum durch Zurufe, wo die nächste Szene spielt, welche Rollen die Darsteller:innen übernehmen und welches Gefühl im Vordergrund steht.
Bei den schnell wechselnden Kombinationen der drei leidenschaftlichen Darsteller:innen blieb wohl kein Auge trocken. Das fulminante Finale bildeten drei nach Publikumsvorgaben aus dem Stehgreif getexteten Lieder mit Gitarrenbegleitung zur gefühlten gesellschaftlichen Lage. Nach dem verdienten Applaus für das Ensemble des TIB/Theater im Bahnhof wurde am Ende so manche Einsicht über den Zusammenhang von Beteiligung und Ergebnis mit nach Hause genommen.
„Partizipation“ lautet das Bildungsthema der Aktion Familienfasttag 2026. Wenn nicht ein Improvisationstheater, was dann könnte das unmittelbare Ergebnis von Mitwirkung so eindrücklich erfahrbar machen? Partizipation bedeutet Mitbestimmung und somit auch die aktive Teilhabe von Menschen oder Gruppen an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen, von denen sie selbst betroffen sind. Partizipation ist überall ein Thema und jede(r) kennt Situationen, wo Teilhabe funktioniert, und wo nicht.
Wie Frauen in Indien politische und gesellschaftliche Partizipation erreichen können, zeigt das kfb-Partnerinnenprojekt SEEDS, das 2026 im Fokus der Aktion Familienfasttag steht. In den ländlichen Regionen im nordindischen Bundesstaat Jarkhand werden besonders Frauen aus indigenen Gemeinschaften zur aktiven Teilhabe ermutigt. Ernährungssicherheit und Gewalt sind weitere Themen, die durch gezielte Maßnahmen bearbeitet werden – und das mit großem Erfolg, wie kfb-Vorsitzende Lydia Lieskonig in ihren einleitenden Worten eindringlich anhand von Beispielen schilderte.
Beim anschließenden traditionellen „Suppenklatsch“ wurde noch angeregt weiter diskutiert und gemeinsam mit den Künstler:innen auch viel gelacht.
Eine Kooperation mit dem Afro-Asiatischen Institut, gefördert vom Bildungsfonds der kfb Österreich.
Was war das doch für ein inspirierender, segensreicher Frauenpilgertag der Katholischen Frauenbewegung! Über 3000 Frauen waren auf 101 Wegen in ganz Österreich unterwegs. Auch 310 steirische Pilgerinnen schlossen sich auf unseren 13 Routen in allen 8 Regionen dieser Gemeinschaft an und nahmen sich Zeit zu leben.
Wir ernten die Früchte des Jahres
Stift Vorau 3. Oktober 2025
Im stimmungsvollen Ambiente des Stiftes Vorau fand die diesjährige Diözesankonferenz der Katholischen Frauenbewegung statt. Nach herzlichen Grußworten durch Stiftsdechant Mag. Lukas Zingl MA Can.Reg und Mag.a Anna Hollwöger eröffnete die Vorsitzende Lydia Lieskonig das vielfältige Tagesprogramm: der Finanzbericht, Berichte und Ausblicke über die Aktion Familienfasttag und den Weltgebetstag, sowie Berichte aus den einzelnen Regionen gaben Einblick in die lebendige Arbeit der Frauen in der ganzen Steiermark. Die Diözesanleitung informierte über aktuelle Entwicklungen, und auch aus dem Haus der Frauen gab es spannende Neuigkeiten zu hören.
Besondere Momente waren die Gratulationen der beiden stellvertretenden Vorstandsfrauen zum Geburtstag von Hermine Frieß und zu 25 Jahren Mitgliedschaft von Barbara Laller. Ausserdem wurden Elisabeth Lienhart als kooptiertes Vorstandsmitglied und Brigitte Rinner als neuen Karenzvertretung von Bildungs- und Organisationsreferentin Bernadette Weber herzlich in der Runde willkommen geheißen. Ein großes Dankeschön ging an die Gastgeberinnen Elisabeth Schlick und Waltraud Geier für ihre liebevolle Vorbereitung und Begleitung. Der Tag klang mit einem spirituellen Abschluss in gemeinschaftlicher Atmosphäre aus.
Am 8. Juni war Vatertag – eine gute Gelegenheit fürsorgliche Männlichkeit ins Zentrum zu stellen.
Denn was wir statt Heldentum und Unnahbarkeit brauchen, sind neue gesellschaftliche Bilder und politische Rahmenbedingungen für Väter und Sorgearbeit. Österreichweit haben sich Aktivist:innen, engagierte Personen aus der Zivilgesellschaft und Organisationen zur Aktion „Caring MEN“ zusammengeschlossen – um ein sichtbares Zeichen zu setzen: Für eine gerechte Verteilung von Care-Arbeit, für neue männliche Vorbilder und für eine Gesellschaft, in der Sorgearbeit nicht nur weiblich, sondern auch männlich – und somit menschlich gedacht wird. Auch in Graz waren sorgende männliche Prominente zu sehen.
Damit fordern wir konkret:
Ein Gesellschafts- & Wirtschaftssystem, das Care-Arbeit ins Zentrum stellt
Väterfreundliche Karenz- & Teilzeitmodelle
strukturelle und finanzielle Aufwertung von Pflege, Bildung & Soziales
geteilte Care-Arbeit & gemeinsame Verantwortung als Stärke
Verankerung sorgender Männlichkeit in Politik, Medien & Bildung