Für eine Welt ohne Gewalt an Frauen und Mädchen setzen auch heuer wieder kfb-Gruppen und Pfarren, im Rahmen des Aktionszeitraumes "16 Tage gegen Gewalt", sichtbare Zeichen und lassen es in unterschiedlichsten Formen orange leuchten!
Im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen veranstalteten wir einen “Walk of Shame” im öffentlichen Raum. Um zu zeigen, wo Frauen in unserer Gesellschaft immer noch deutlich benachteiligt und gefährdet sind. Jede Schandtag bekam einen eigenen Stern á la “walk of fame”. Wir wollten damit miteinander ins Gespräch kommen, das Thema "Gewalt" enttabuisieren und dafür sensibilisieren und Drehscheibe sein, für Informationen zu Anlaufstellen und Beratungsangeboten.
Anschließend luden wir zum kfb-Gottesdienst "Verwurzelt in Gott. Gestärkt für mich & andere" in die Stadtpfarrkirche. Vorbereitet von Elisabeth Lienhart und Pfarrer Heimo Schäfmann, mit Predigtgedanken unserer kfb-Diözesanleitungsfrau Erika Güttersberger und musikalisch umrahmt von der Gruppe "Mundwerk".
Über unseren Walk of Shame am 3. Dezember 2024 am Brucker Hauptplatz hat auch die Kleine Zeitung berichtet.
Über 50 Frauen pilgerten vom Haus der Frauen nach Mariafieberbründl. Achtsam unterwegs, in Verbindung mit der Natur, mit sich selbst, mit Gott. Ein gemeinsames Mittagessen, herzliche Gespräche bei Kaffee & Kuchen und die eine oder andere Schnäppchenjagt im Trachtenflohmarkt rundeten den Tag ab.
Aus Quellen leben – Wandel gestalten – Mutig in die Zukunft
Sommerstudientagung der kfbÖ
Von 21. bis 25. August 2024 fand die Sommerstudientagung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö) im JUFA-Hotel in Neutal, Burgenland, statt. Unter dem Motto „Aus Quellen leben – Wandel gestalten – Mutig in die Zukunft“ versammelten sich rund 60 engagierte Frauen aus ganz Österreich und Südtirol, um über die Rolle der Frauen in Kirche und Gesellschaft zu reflektieren, sich auszutauschen und sich gegenseitig zu stärken.
Eröffnung und inspirierende Impulse
Der erste Tag der Tagung begann mit einer feierlichen Eröffnung durch Roselinde Strommer, Vorsitzende der kfb Eisenstadt. In ihrer Begrüßung betonte sie die Bedeutung des Mottos und die Notwendigkeit, sich auf die Quellen der eigenen Spiritualität zu besinnen, um den Wandel in Kirche und Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der kfb Österreich, schloss sich diesen Gedanken an und ermutigte die Teilnehmerinnen, sich mutig für ihre Rechte und einen festen Platz in der Gesellschaft einzusetzen.
Michael Wüger, Generalvikar der Diözese Eisenstadt, inspirierte die Anwesenden mit den Worten: „Der Glaube beginnt dort, wo die richtigen Fragen gestellt werden“ und überbrachte die Grüße des Bischofs von Burgenland. Im Anschluss daran richteten auch Bürgermeister Erich Trummer und eine Landtagsabgeordnete Julia Schneider-Wagentristl ihre Grußworte an die Teilnehmerinnen und hoben die Erfolge der kfb im Bereich der Frauenrechte und Gleichstellung hervor. Der Abend wurde durch musikalische Beiträge des Ensembles Solo Voce abgerundet und endete mit einem Vortrag des Historikers Herbert Brettl, der interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Burgenlandes gab.
Spirituelle Quellen und kreativen Workshops
Der zweite Tag begann mit Frauenliturgie mit Mona Mráz. Dann hörten wir einen Vortrag zum Thema Quellen (als Ort und spirituell) von Isabella Erhart. Sie zeigte auf, wie der Mythos und die Bibel miteinander verbunden sind und wie spirituelle Orte & Quellen im Bezug zum Glauben stehen und als Inspiration dienen können. Barbara Rampl moderierte und führte die Teilnehmerinnen durch die SOST Tagung.
Am Nachmittag konnten die Frauen in verschiedensten Workshops ihre Interessen vertiefen und neue Fähigkeiten erlernen.
So konnten die Teilnehmerinnen bei einem Kräuterspaziergang mit Viktoria Safa-Eckert die heilenden Kräfte der Natur entdeckten und lernten, wie Kräuter sowohl für die eigenen Sinne als auch praktisch genutzt werden können.
Der Workshop Gewaltfreie Kommunikation mit Barbara Rampl vermittelte wertvolle Techniken zur respektvollen und konstruktiven Konfliktlösung.
Durch Kreatives Gestalten mit Ulrike Schwager konnten die Teilnehmerinnen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre Gedanken und Gefühle visuell zum Ausdruck bringen.
Fotografie im Fokus hieß es bei Mona Mráz. Der Workshop lehrte die Frauen, spirituelle und alltägliche Momente durch die Linse einer Kamera bewusst festzuhalten.
Mit ihren wunderbaren spirituellen Impulsen gab Petra Unterberger den Frauen tiefe Einblicke in spirituelle Praktiken, die ihnen im Alltag Kraft geben können.
Beim Heilsamen Singen und Tanzen mit Isabella Erhart standen Musik und Bewegung im Mittelpunkt, der die spirituelle Kraft von Gesang und Tanz erfahrbar machte.
Am Abend besuchte Astrid Eisenkopf, die stellvertretende Landeshauptfrau des Burgenlandes, die Tagung. In einem offenen und wertvollen Austausch betonte sie die Bedeutung der kfb und bestärkte die Frauen darin, ihren Weg mutig weiterzugehen. Der Abend klang bei einer Weinverkostung und einem gemütlichen Lagerfeuer aus.
Wandel gestalten – Herausforderungen und Chancen
Auch dieser Tag begann wie zuvor wieder mit einem liturgischen Morgenimpuls von Mona Mráz, der die Teilnehmerinnen auf den Tag einstimmte. Danach folgte eine Präsentation der Ergebnisse einer Marketingstudie durch Gudrun Hamal und Annemarie Mitterhofer. Die Ergebnisse zeigten sowohl ehrliche aktuelle Zahlen als auch die Erfolge, die die kfb bereits erreicht hat. In intensiven Diskussionen wurden die Chancen und Herausforderungen, denen sich die kfb auf diözesaner und österreichweiter Ebene stellen muss, besprochen. Der Tag endete mit einer feierlichen Ehrung von besonders engagierten Teilnehmerinnen. Für ihren Einsatz und ihre Verdienste wurden die beiden scheidenden kfb-Vorsitzenden der Diözesen St. Pölten und Linz, Anna Rosenberger und Paula Wintereder, sowie die in Pension gehend, burgenländische kfb-Diözesansekretärin Andrea Lagler bedankt.
Mutig in die Zukunft
Am letzten Tag der Tagung stand die Zukunft im Fokus. Unter dem Thema „In die Zukunft gehen“ versammelten sich die Teilnehmerinnen zu einer Frauenliturgie, die die Fragen in den Mittelpunkt stellte: „Wo bin ich mutig?“ „Wo möchte ich mutig sein?“. Mit den Worten „Da bin ich mitten unter euch“ endete die Tagung, und die Teilnehmerinnen kehrten gestärkt und inspiriert in ihre Heimatorte zurück.
Ein erfolgreiches Treffen engagierter Frauen
Die Sommerstudientagung 2024 der kfb war geprägt von tiefgründigen Gesprächen, kreativen Workshops und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Es wurden Konzepte erarbeiten die es nun umzusetzen gilt. Die Teilnehmerinnen gingen gestärkt, inspiriert und mit vielen neuen Ideen und Kontakten nach Hause. Die kfb hat einmal mehr bewiesen, dass sie eine zentrale Rolle in Kirche und Gesellschaft spielt. Die überwiegend ehrenamtlich engagierten Frauen, die ihre Herzblut und Kraft in viele Projekte investieren, haben gezeigt, dass das Wohl der Gemeinschaft und der einzelnen Seelen eine Herzensangelegenheit ist. Die Tagung war ein großer Erfolg und ein bedeutender Schritt in eine gerechtere und gleichberechtigtere Zukunft.
Melanie Leeb, Mitglied der kfb-Steiermark und Teilnehmerin der SOST 2024
185 Frauen der kfbÖ und der Diözese Bozen-Brixen wandelten von 7. bis 12. Juli auf den Spuren einer der berühmtesten Frauen des Mittelalters im deutschen Rheintal. Hildegard von Bingen: Kirchenlehrerin, Benediktinerin, Äbtissin, Visionärin, Heilkundige, Mystikerin, Predigerin, Komponistin...
Mit Sommerwetter und Frauenpower gings zum Benediktinerinnenkloster St. Hildegard und durch die hessische Weinregion mit kunstreichen und spirituellen Höhepunkten der UNESCO-Kulturlandschaft. Eines der vielen besonderen Highlights war die Schiffsfahrt am Rhein.
Gemeinsam mit dem Haus der Frauen, Maria 2.0 und der Pfarre Hartberg durften wir den Gottesdienst am Dreifaltigkeitssonntag gestalten.
Die Heiligen Frauen unserer Kirche waren keine angepassten, braven Mitläuferinnen. Sie waren mutige, selbstbewusste und von Gott berufene Frauen, die für ihren Glauben und die Botschaft von Jesus Christus eingestanden sind! Sie waren Frauen, Sie motivieren uns, unsere Talente und unsere Begeisterung in die Kirche einzubringen.
Voller Freude, begeistert und beschwingt feierten wir daher an diesem Sonntag unseren Mut, unsere Stärke und unsere Visionen!
Der Gottesdienst kann hier nachgeschaut werden.
Mit einem Dankgottesdienst und Beteiligung von viel Prominenz aus Kirche und Gesellschaft ist am Christi Himmelfahrtstag im Linzer Rathaus das "Aufbruchsfest" gestartet, mit dem die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) ihr 75-jähriges Bestehen begeht. Natürlich machte sich auch die KA Steiermark auf den Weg um herzlich zu gratulieren und mit zu feiern.
Es war eine schöne Gelegenheit für Austausch, langjährige Weggefährten und -gefährtinnen wieder zu sehen und um neue Kontakte zu knüpfen. Eine wertvolle Basis für gesellschaftspolitische Kräfte wie die KA, die sich kompetent, deutlich und mutig zu Wort melden und sich gleichzeitig für Dialog, Zusammenarbeit und Solidarität einsetzen.